Stranger Things … oder einfach ein verdammt guter Tag am Nauberger Steinbruch?
- 9. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Stranger Things … oder einfach ein verdammt guter Tag am Nauberger Steinbruch?
Heute geht es endlich wieder los.
Nicht nur Papa und ich – sondern auch Mama, Nala und meine kleine Schwester Alva.
Ich liebe diese Tage.
Auch wenn Alva noch nicht lange auf der Welt ist, möchte ich ihr die Welt zeigen, so wie sie für mich ist:
als ein riesiges Abenteuer.
Unser Weg führt uns heute in unsere Heimat, in den mystischen Westerwald.
Unweit von Atzelgift wartet unser Ziel auf uns:
ein alter Steinbruch auf dem Nauberg.
Wir machen uns fertig.
Ich steige auf mein Fahrrad, Alva kommt in den Kinderwagen.
Mama läuft mit Nala langsam die asphaltierte Straße hinauf,
während Papa, Alva und ich den Berg hoch joggen.
Das ist unser Tempo. Unser Rhythmus.
Plötzlich tauchen sie auf.
Hohe Relikte einer vergangenen Zeit ragen am Ende der Straße aus dem Nichts empor.
Ich strample, was ich kann, bis zur Schranke –
drehe mich um und warte, bis Mama, Papa, Nala und Alva auch da sind.
Und dann gehen wir gemeinsam weiter.
Nach dem kurzen Weg öffnet sich plötzlich die Sicht.
Vor uns stehen sie:
die alten Riesen aus Stahl und Stein.
Stolz. Gewaltig. Vergessen.
„Wow“, sage ich – und stürme los.
Ohne Fahrrad, aber mit vollem Tempo.
Überall um mich herum stehen diese Stahlriesen.
Ich bleibe stehen und schaue mich einfach nur um.
Wofür waren diese Gebäude?
Warum ist hier alles verlassen?
Fragen über Fragen.
Ich schaue Papa an.
Er zuckt mit den Schultern.
„Ich weiß auch nicht auf alles eine Antwort, mein Schatz.
Aber ich kann dir erzählen, wozu diese Bauten einmal gedient haben. Okay?“
Ich greife seine Hand und höre genau zu.
Auch wenn diese Orte vergessen wurden –
sie stehen noch immer hier.
Trotzen dem Wetter, den Jahren, den Jahreszeiten.
Plötzlich frage ich:
„Papa … können wir hier um die Wette rennen?“
Er grinst und wuschelt mir durch die Haare.
„Dann los.“
Wir rennen.
Über die Basaltschicht, durch alte Verladungen,
ducken uns unter herabhängenden Stahlseilen,
springen über Unebenheiten im Boden.
Atemlos kommen wir bei Mama, Alva und Nala an.
Gemeinsam erkunden wir weiter diesen Ort.
Wir kommen an einer alten Halle vorbei –
vielleicht eine Werkstatt.
Lustige Sticker an den Wänden, Smilies,
und eine tiefe Grube im Boden.
Vielleicht wisst ihr ja mehr als wir?
Unser Blick wandert in den Wald.
Papa zeigt auf eine Art Lager.
Das bewundere ich an ihm:
Er sieht immer alles.
Ist immer aufmerksam.
Immer ganz da.
Papa streicht Mama über die Schulter.
„Mach dir keine Gedanken“, sagt er leise.
Und wir gehen weiter, den kleinen Berg hinauf.
Oben entdecke ich eine alte Splitterschutzzelle –
mit einem eindeutigen Schild.
Mama bleibt hier mit Alva und Nala.
Papa und ich?
Wir rennen los. Natürlich.
Frei. Chaotisch. Glücklich.
Vor uns liegt der See.
Die Oberfläche ist gefroren.
Wir werfen Steine auf das dicke Eis,
fangen Pokémon – ja, das ist unser Ding.
Ich liebe Pokémon.
Papa startet die Drohne.
Wir fliegen gemeinsam los.
„Papa … was ist das?“
frage ich, als ich auf den Bildschirm schaue.
„Ich habe keine Ahnung“, sagt er.
Von oben sieht der gefrorene See aus,
als hätte er ein eigenes Leben.
Wie Adern.
Wie etwas aus einer anderen Welt.
Ein bisschen gruselig.
Aber wir stehen gemeinsam hier.
Neugierig. Wach. Verbunden.
Und genau das ist es, was diese Abenteuer ausmacht.
In diesem Sinne:
Besucht diesen Ort.
Genießt dieses Abenteuer.
Viel Liebe
Euer Ragnar
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